Schnellzugriff

Suche

Standortsuche

Hotline

0 61 96 / 477-777

0 61 96 / 477-488

Nachwuchs ermittelt Deutsche Meister im E-Handwerk

Sieben strahlende Sieger

Die neuen deutschen Meister in den elektro- und informationstechnischen Handwerken stehen fest. Beim Bundesleistungswettbewerb (BLW) des ZVEH am 13. und 14. November in Oldenburg belegten folgende Junghandwerker in den sieben verschiedenen Ausbildungsberufen den ersten Platz (in alphabetischer Reihenfolge):

• Jan-Simon Götz, Nordrhein-Westfalen, Informationselektroniker Schwerpunkt Bürosystemtechnik
• Christian Krohn, Schleswig-Holstein, Elektroniker für Maschinen und Antriebstechnik
• Sebastian Ruppert, Sachsen, Elektroniker Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik
• Lisa Schuster, Bayern, Systemelektroniker
• Tobias Vancura, Rheinland-Pfalz, Elektroniker Fachrichtung Informations- und Telekommunikationstechnik
• Richard Weber, Schleswig-Holstein, Informationselektroniker Schwerpunkt Geräte- und Systemtechnik
• Johannes Werthmann, Baden-Württemberg, Elektroniker Fachrichtung Automatisierungstechnik

Insgesamt 56 Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet stellten sich an zwei Wettkampftagen im Bundestechnologiezentrum für Elektro- und Informationstechnik (BFE) den praktischen und theoretischen Prüfungen. Besonders erfreulich: Zu den Nachwuchsstars gehörten auch vier junge Damen – mehr als je zuvor in einem Jahr bei einer Meisterschaft im E-Handwerk dabei waren. Ebenso wie ihre männlichen Mitstreiter hatten sie sich zuvor auf Landesebene für den BLW qualifiziert und absolvierten die Aufgaben mit Bravour.

Manfred Köhler, Leiter des BLW, hob das hohe Niveau des Wettkampfs hervor und sieht für die Teilnehmer hervorragende Karriereperspektiven: „Wenn die jungen Damen und Herren diesen Leistungsstandard auf ihrem weiteren Berufsweg aufrecht erhalten, sollte weiteren Erfolgen nichts im Wege stehen.“

Das beste Gesamtergebnis erzielte Sebastian Ruppert. Er wird somit im kommenden Jahr die E-Handwerke bei den EuroSkills in Göteborg vertreten. Vom Schirmherrn der diesjährigen Veranstaltung Hans-Georg Krabbe (Vorstandsvorsitzender der ABB AG) erhielt er während des Galaabends mit über 200 Gästen in der Oldenburger Weser-Ems-Halle als Belohnung ein iPad. Damit nicht genug: Da Ruppert gleichzeitig Sieger der Kategorie Elektroniker Fachrichtung Energieund Gebäudetechnik wurde, gewann er auch den nach 2014 zum zweiten Mal von der DKE (Deutsche Kommission Elektrotechnik) ausgelobten Sonderpreis: Sie lädt ihn zur nächsten Generalversammlung der IEC (International Electrotechnical Comission) im Oktober 2016 nach Frankfurt am Main ein. Im Rahmen der Initiative „Next Generation DKE“ ist er damit zukünftig einer der drei deutschen Vertreter im IEC Young Professional Programm.

Wie alle Erstplatzierten durfte sich Ruppert zudem über eine Prämie von jeweils 1.000 Euro freuen, die der ZVEH gestiftet hat. Die zweit- und Drittplatzierten bekamen jeweils 800 beziehungsweise 600 Euro.

Schirmherr Krabbe war voll des Lobes für alle Wettbewerber: „Schon mit Ihrer Teilnahme haben Sie etwas Besonderes geleistet, egal welche Platzierung dabei herausgekommen ist.“ Er habe die Schirmherrschaft nicht nur übernommen, weil ABB seit mehr als 100 Jahren eine enge Bindung zum Elektrohandwerk pflege. „Sie ist auch deswegen für mich eine ehrenvolle Aufgabe, weil die Nachwuchsförderung das wichtige Thema für die Branche ist und bleibt, um Wachstumspotenziale für die Zukunft erschließen zu können“, so Krabbe. Er betonte, dass die facettenreiche Ausbildung im E-Handwerk beste Voraussetzungen biete, um Megathemen der heutigen Zeit, wie zum Beispiel die Energiewende oder die hoch digitalisierte Automatisierung von Gebäuden mit dem eigenen Karriereweg zu verbinden.

Karl Hagedorn, Vorsitzender des Vereins zur Berufs- und Nachwuchsförderung in den elektro- und informationstechnischen Handwerken und Ehrenpräsident des ZVEH, zeigte sich ebenfalls erfreut über die hervorragenden Leistungen der Nachwuchshandwerker. Gleichzeitig mahnte er, das Problem des Fachkräftemangels nicht aus dem Blick zu verlieren. Es hemme eine noch erfolgreichere wirtschaftliche Entwicklung der Branche. Er appellierte daher an die Politik, die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen, um schon in der Schule die Grundlagen dafür zu schaffen, dass junge Leute später im Berufsleben Fuß fassen können. Aber auch Handwerk und Industrie in der E-Branche seien in der Pflicht. „Der Fachkräftenachwuchs ist unsere Zukunft. Keine Anstrengung darf uns zu schwer erscheinen, ihm attraktive Anreize zu bieten und ihn für unsere Branche zu begeistern“, so Hagedorn.

Er gab bekannt, den Vorsitz des Fördervereins nach über zwei Jahrzehnten in Kürze an einen Nachfolger zu übergeben. ZVEH-Präsident Lothar Hellmann dankte Hagedorn für sein enormes Engagement. In seiner Laudatio versprach er: „Wir werden alles daran setzen, die jungen E-Handwerker auch in Zukunft so zu fördern, wie Du es in Deiner Amtszeit immer als oberste Maxime vorgegeben hast
– natürlich auch im Rahmen des BLW.“

Zahlen und Fakten zum BLW
Für den Bundesleistungswettbewerb (BLW), die Deutschen Meisterschaften der E-Handwerke, haben sich 65 Landessieger aus den 16 Bundesländern qualifiziert. 56 von ihnen im Alter zwischen 19 und 27 Jahren kamen in Oldenburg zusammen, um die Bundessieger in den sieben Ausbildungsberufen zu ermitteln. 38 Teilnehmer haben die mittlere Reife und 18 Abitur oder Fachabitur. Um bei den Deutschen Meisterschaften dabei sein zu können, müssen die jungen Handwerker ihre Gesellenprüfung mit „gut“ (mindestens 81 Punkte) bestanden haben. Der BLW fand 2015 zum 64. Mal statt.

© 2014 UNIELEKTRO      Verhaltenskodex  |   AGB  |   Datenschutz  |   Impressum  |   Lieferanten-Login